BUHA

frei - unabhängig - einfach genial

Buchführung

 

 

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

 

Katharina von Siena

Wie versprochen, gleich zu Anfang die Auflösung aus dem vorherigen Kapitel:

Bruttoeinkommen

 

4.500,00

Sozialabgaben

19,5%

877,50

Werbekosten

 

83,33

= steuerpflichtiger Betrag

 

3.539,17

 

 

 

davon:

 

 

Einkommenssteuer

21,5%

760,92

Solidaritätszuschlag

1,2%

42,47

 

 

 

= Nettoeinkommen

 

2.735,78

 

 

 

Ziehst du jetzt dein Nettoeinkommen vom Bruttoeinkommen ab, ergibt sich ein Betrag von 1.764,22 Euro - aufgerundet 1.800 Euro. That's it!

Jetzt aber zurück zur Buchführung.

 

Buchführung ist nur eine Dokumentation der einzelnen Geschäftsvorfälle!

 

In der Praxis erlebe ich oft Buchhalter, die sich als Steuerberater oder Controller aufspielen.

 

Dürfen sie auch gerne machen, aber dann bitte ordentlich und mit rechtmäßig erworbener Zulassung. Im Geschäftsleben ist es nämlich so, dass immer die Frage der Haftung gestellt wird. Du als Unternehmer musst beweisen können, dass dein aufgeplusterter Buchhalter über ein Diplom oder ähnliches verfügt, andernfalls gehst du vielleicht ins Gefängnis und nicht er.

 

Wenn du z.B. der Meinung bist, du bräuchtest keine Mehrwertsteuer abführen, weil du ja Kleinunternehmer nach §19 UStG bist, aber dein Umsatz bereits im 1. Jahr der Unternehmensgründung bei 17.501 Euro liegt, hast du ein Problem.

 

Das Finanzamt wird die Steuer von dir einfordern. Du hast dann keine Möglichkeit deinen Buchhalter zur Rechenschaft zu ziehen, weil sein Zertifikat nur laut StBG §6 Nr. 3 die Durchführung aller mechanischen Arbeitsgänge beinhaltet. Er kann sich also darauf berufen, dass er ja gar nicht kontieren oder die Eröffnungsbilanz erstellen durfte. Wenn er schlau ist, hat er sich sogar Buchungsanweisungen von dir unterzeichnen lassen. Böser Fehler!

 

Buchungsanweisungen erteilen ist Sache des Steuerberaters. Und du als Unternehmer musst dafür sorgen, dass alles rechtens ist. Dir entstehen durch solche Unbedachtheiten Kosten, die wirklich hoch sind. Muss nicht sein!

 

Übrigens haben Steuerberater Superhelden-Fähigkeiten, wenn es darum geht dein Unternehmen so schlecht wie möglich dem Finanzamt zu präsentieren. Die wissen, wie sie aus 17.501 Euro nur noch 16.500 Euro machen, so dass du tatsächlich von der Umsatzsteuer befreit wirst.

 

Außerdem bestehen nur 1% die Prüfung zum Steuerberater. 1% von allen, die zur Prüfung zugelassen werden. Cool oder? Da kann der aufgeplusterte Buchhalter leider nicht mithalten.

Unternehmerwissen zur Buchhaltung

 

Nehmen wir mal an, du hast eine recht übersichtliche Buchhaltung, weil du kaum oder keine abzugsfähigen Kosten hast. Dann erstellst du meist am Ende des Jahres eine EÜR - Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Du benötigst also nicht wirklich einen Steuerberater.

 

Für dich ist dann wichtig:

 

  • wenn du steuerpflichtig bist, welcher Steuersatz zu verwenden ist
  • deine Einnahmen und Ausgaben belegen zu können - immer Rechnung aufbewahren!
  • was du im Zuge deiner Geschäftstätigkeit überhaupt abschreiben darfst

 

Der Gang zum Finanzamt lohnt sich.

 

Bei kleineren Unternehmern sind die Finanzbeamten immer bemüht zu helfen. Da hat man noch den "Niedlichkeitsfaktor" und sollte diesen nutzen, um an so viele Infos wie möglich zu kommen.

 

Später, wenn du dann erfolgreicher wirst, hast du den Vorteil, dass du von Arbeitnehmern geschätzt und Steuerberatern als gleichberechtigt empfunden wirst.

 

Ein weiterer Vorteil: du unterscheidest aufgeplustertes Gehabe von echter Kompetenz.

Ganz automatisch - noch bevor ein Schaden entsteht!

 

Selbstverständlich fehlt noch der wichtigste Teil dieses Kapitels:

 

Wie du ab sofort immer korrekt buchen wirst und nie wieder Soll mit Haben verwechselst, erfährst du in dieser kurzen Präsentation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S. Die Lösung liegt meist auf der Hand und ist einfacher, als du denkst.

 

 

 

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